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Dienstag, 14. Februar 2012
Sie verschenken Zeit und haben ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte junger Mütter: Das neu gegründete Team „pro Mama“ bietet Hilfen in vielen Lebenslagen an. Neugeborene sind etwas Wunderbares. Welche junge Mutter ist nicht stolz und glücklich, wenn sich der ersehnte Nachwuchs endlich eingestellt hat? Allerdings sind die ersten Lebensmonate eines Kindes für die Eltern auch mit Belastungen verbunden.
Die Strapazen der Geburt, schlaflose Nächte und die neuen Anforderungen besonders an die Mütter bedeuten große Herausforderungen. Mit der Geburt weicht der gewohnte Alltag einem anfangs unregelmäßigem Tagesablauf. Nicht immer sind Verwandte da, die Beistand leisten und die Familie entlasten können.
Um Müttern neugeborener Kinder während dieser ersten Zeit unterstützend unter die Arme zu greifen, hat sich mit „pro Mama“, einer Initiative des Pfarrgemeinderates in Kooperation mit der kfd St. Ambrosius, eine neue Gruppe in der Bevergemeinde gebildet. Zwölf erfahrene Frauen um Initiatorin Gerda Käuper haben es sich in diesem ehrenamtlichen Projekt zu Aufgabe gemacht, jungen Müttern mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Ob es nun gilt, Geschwisterkinder zum Kindergarten bringen, auf Haus und Baby aufzupassen, während die Mutter Termine wahrnimmt, Hilfe bei Erledigungen im Haushalt zu geben oder den Müttern eine kleine Verschnaufpause zu verschaffen – die Teilnehmer von „pro Mama“ bieten das und mehr und haben außerdem auch ein offenes Ohr für Freuden und Sorgen. Unkompliziert und kostenlos schenken sie einige Stunden von ihrer Zeit, um Müttern in den ersten Wochen nach der Geburt den Rücken frei zu halten.
„Wir möchten einfach junge Mütter unterstützen“, erklärt Gerda Käuper die Motivation der Gruppe. „Wir wollen sie an unseren Erfahrungen als Mutter, Großmutter und Tante teilhaben lassen. Wir haben selbst erlebt, wie gut auch kleine Entlastungen in dieser erster anstrengenden Zeit mit einem Neugeborenen tun.“
„Wir möchten Belastungsspitzen abfangen und Starthilfe geben“ erklärt auch Christoph Speicher, der gemeinsam mit Alfred Brüggemann und Hubertus Herrmanns vom Pfarrgemeinderat die Planungen begleitet hat. „Wir wären froh gewesen, wenn wir die Möglichkeit gehabt hätten“, ist sich Hubertus Herrmanns sicher. Gerade für zugezogene Familien sei das Angebot bestimmt wichtig. „Das familiäre Nahfeld mit Großeltern und weiterer Verwandtschaft besteht heute nicht mehr so wie früher,“ ist auch Christoph Speicher überzeugt.
„Die Mütter sollen keine Hemmungen haben, uns anzusprechen“, fordert Gerda Käuper auf. „Die jungen Mütter können sich zudem auf unsere Verschwiegenheit verlassen“. Bei einem ersten Kennenlernen könne individuell besprochen werden, welche Tätigkeiten übernommen werden.
Über Flyer, die in Kürze in Arzt- und Hebammenpraxen und Kindergärten ausliegen werden, können sich die Mütter über das Angebot informieren und Kontakt aufnehmen.
Quelle: Westfälische Nachrichten, 15.02.2012 Anne Reinker
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