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Freitag, 20. August 2010

ruanda_2010_wn.jpgWohlbehalten und mit einer Fülle von Eindrücken versehen kam jetzt eine Delegation der Kirchengemeinde St. Ambrosius aus Ruanda zurück. Pfarrer Michael Mombauer, seine Vorgänger Felix Schnetgöke und Alois Hembrock sowie die Ehepaare Schöne und Brünen waren am 27. Juli anlässlich der Feier der 20-jährigen Partnerschaft zwischen St. Ambrosius und der Diözese Nyundo

ins Partnerbistum gereist. Schon der überwältigende Empfang am Flughafen durch die ruandischen Priester, die 2009 Ostbevern besucht hatten, durch Adrienne Mukamitali, die Beauftragte des Bischofs für die Witwen- und Waisenarbeit, und durch den Generalvikar Jean Marie ließen die afrikanische Gastfreundschaft spürbar werden, so Ewald Brünen in einer Pressemitteilung. Bischof Alexis war es ein großes Anliegen, die Ergebnisse der Partnerschaft zu zeigen und dabei auf die Menschen zu verweisen, die von den Projekten profitieren. So gab es unter anderem Treffen in katholischen Schulen, deren Bau durch Ostbeverner finanziert wurde, und in der Kirche von Kabaya, die in den 90ger Jahren erstellt worden war. Bei diesen Feiern, die gekennzeichnet waren durch Gesang, Gebet, Tanz und die im Volk tief verwurzelte Gläubigkeit, sprang schnell der Funke der Lebensfreude und Hoffnung auch auf die Besucher über. Ein Höhepunkt, so Brünen. war neben der Teilnahme an einer Diakonenweihe die Jubiläumsfeier am 3. August. Der Festakt begann mit einem Gottesdienst unter der Leitung des Bischofs Alexis in Konzelebration mit den deutschen Priestern. Außerdem nahmen fast alle Gemeindepriester aus den 22 Pfarrgemeinden der Diözese daran teil. Zu einem großen Teil dieser Gemeinden sind mittlerweile auch viele persönliche Kontakte entstanden. An den Gottesdienst schloss sich ein offizieller Festakt an, an dem die unterschiedlichen Gruppen aus dem Bistum beteiligt waren: Kinder aus einem nahe gelegenen Waisenhaus machten den Anfang, indem sie am Ende eines Tanzes den Ehrengästen eine Blume überreichten. Reden von staatlichen Vertretern, von katholischen Schulen und der Kirchenvertreter erfuhren Abwechslung durch Tanz und Musik aus allen Altersgruppen. In seiner Dankesrede zeichnete Bischof Alexis den Weg der vergangenen 20 Jahre nach und dankte dabei ganz besonders den Gründern dieser Partnerschaft, Alois Hembrock und dem Ehepaar Schöne, die über den befreundeten Priester Alois Nzaramba 1989 diesen Kontakt begonnen hatten. Er stattete dem Nachfolger Felix Schnetgöke für seine Intensivierung der Partnerschaft Dank ab und äußerte den Wunsch an den jetzigen Pfarrer Michael Mombauer, dass es so weitergehen möge. Dieser hob in seiner Antwort die Offenheit der Menschen hervor, die er schon bei den Besuchen in Ostbevern erlebt habe und die immer wieder deutlich werde. Mombauer nutzte die Symbolik seiner Sonnenkappe, die vom Bistumsjubiläum 2005 stammte, um die Zukunft der Partnerschaft zu skizzieren: „Eine Liebesgeschichte“ - so der Slogan auf seiner Kappe - zeige sich in den unterschiedlichen Gesichtern, die gleichsam symbolisch für die Vielfalt der Menschen und für die eine Welt, in der alle leben, zu deuten seien. Als Zeichen der Freundschaft hatte die Delegation aus St. Ambrosius für jede der 22 Pfarrgemeinden eine kleine Altarkerze mitgebracht, die von Kindern und Jugendlichen geschmackvoll gestaltet worden waren. Außerdem erhielten die Gemeinden die Festschrift des vergangenen Jahres in französischer Übersetzung sowie die afrikanischen Lieder - von den Skysingers gesungen - aus der Festmesse 2009 und ein Foto aus der Osternacht 2010 in der Ambrosiuskirche. Eine Geste, die in den ruanderischen Gemeinden großen Anklang fand. „Alles in allem war es eine bewegende und eindrucksvolle Feier, die bei allen Beteiligten sicherlich noch lange nachwirken wird, eine neue und intensivere Festigung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen St. Ambrosius und Nyundo und die absolute Gewissheit, dass jede Form der Unterstützung auch da ankommt, wo sie gebraucht wird“, so Ewald Brünen.

Quelle: Westfälische Nachrichten vom 20.8.2010 Text/Foto: Ewald Brünen

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