Die Beichte - das Sakrament der Versöhnung
Kein anderes Sakrament hat derart an praktischer Bedeutung verloren wie das Beichtsakrament. Aber es hat noch nicht ausgedient. In unserer Gemeinde werden die Kinder während der Vorbereitung auf die Erstkommunion auch auf das Sakrament der Beichte vorbereitet.
Für alle besteht nach wie vor das Angebot der Einzelbeichte bei einem Priester:
jeden Samstag von 17-18 Uhr in der St. Ambrosius-Kirche und nach Vereinbarung.
Wenden Sie sich bitte an einen unserer Priester
- Pastor Michael Mombauer, Tel. 5165
- Pastor Dirk Mispelkamp, Tel. 963265
- Pastor Karl-Gerd Haggeney, Tel. 964620
Zum Verständnis der Beichte
Die Erfahrung des Scheiterns und das Erleben von
Schuld gehört zu unserem Leben. Wenn Schuld nicht aufgearbeitet wird, dann wird
das Leben zur Last und ein Zusammenleben unter Menschen dauerhaft unmöglich. Im
Laufe der Geschichte hat die Kirche Formen entwickelt, die den Menschen eine
Hilfe sein können, ihre Schuld zu verarbeiten und Vergebung zu erfahren.
Eine besondere Form, neben den vielen anderen Formen
der Versöhnung, ist die Beichte: das Sakrament der Versöhnung. „Das Wort, das
dir hilft, kannst du dir nicht selber sagen." - Dieses helfende und befreiende
Wort wird mir in der Beichte, dem Sakrament der Versöhnung, in meine
Lebenssituation hinein zugesagt. Gott vergibt mir, weil ich als Mensch für ihn
wertvoll und unverzichtbar bin. Wie ernst es Gott mit seiner Vergebung
gegenüber uns Menschen meint, lesen wir im Gleichnis vom barmherzigen Vater (Lk
15,11-32).
Bedeutung
Im
Sakrament der Buße bekennt sich der Mensch zu den Sünden, die er
begangen hat, und übernimmt die Verantwortung für sie. Durch das Sakrament der Beichte erfährt er die Versöhnung mit Gott.
Voraussetzungen
Damit
in der Absolution durch den Priester die Versöhnung mit Gott und der
Gemeinschaft der Glaubenden ausgesprochen werden kann, bedarf es:
- - der Reue
- - des Aussprechens der Schuld im Bekenntnis
- - des Vorsatzes, schuldhaftes Verhalten zu ändern und Schaden wieder gutzumachen
Beichtgespräch
Das Beichtgespräch kann in einem Beichtstuhl, in einem eigenen Beichtzimmer oder etwa im Pfarrhaus stattfinden. Während des persönlichen Gesprächs bekennt der
Beichtende seine Sünden und zeigt seine Reue. Der Priester spricht die
Worte der Vergebung.
Beichtgeheimnis
Bekennt
ein Christ im Sakrament der Beichte seine Sünden, ist der Priester zur
völligen Geheimhaltung verpflichtet. Egal wie schwerwiegend mögliche
Argumente sein können, der Priester kann vom Beichtgeheimnis nicht
entbunden werden. Vor Gericht kann er das Zeugnisverweigerungsrecht
geltend machen.
Die Beichte als Sakrament der Liebe Gottes
Die Erfahrung, dass belastende Schuld vergeben wird, ist sehr befreiend. Der Gott Jesu Christi ist kein nachtragender Gott. Er ist barmherzig und ermöglicht einen Neuanfang - immer wieder. Im Sakrament der Beichte erfährt der Mensch Gottes verzeihende Liebe - menschlich zugesprochen durch das vergebende Wort eines Priesters.
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Gottes
Liebe heißt:
Du bist
unendlich wertvoll für mich.
Ich habe
gewollt, dass es dich gibt.
Es ist gut
dass es dich gibt
- so wie du bist .
Ich will,
dass dein Leben gelingt.
Du bist
bei mir geborgen,
egal was passiert.
Du kannst
nicht tiefer fallen,
als in meine Hände.
Wo auch
immer du bist,
ich warte auf dich.
Du bist
mein geliebter Sohn,
meine geliebte Tochter.
Ich liebe
dich
- ohne
jede Bedingung.
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