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Montag 3. und Mittwoch 6. November 2008
Beim Treffen der Pfarrgemeinderäte von St. Ambrosius und Herz Jesu am 4.
September 2008 in Brock hatten die Gremien beschlossen, in beiden Gemeinden
Pfarrversammlungen abzuhalten, um die Mitglieder der Pfarrgemeinde und die
interessierte Öffentlichkeit über die bevorstehende Fusion beider Gemeinden zu
einer zu informieren.
Am 3. November kamen...
etwa 50 Ostbeveraner zur Pfarrversammlung von St. Ambrosius ins
Edith-Stein-Haus. Der Vorstand des Pfarrgemeinderates und Vertreter des
Seelsorgeteam informierten über nächsten Schritte, über Risiken und Chancen des
vom Bistum Münster angestoßenen Vorgehens. Pastor Mombauer zeigte auf, dass
aufgrund der angespannten finanzielle Entwicklungen in beiden Gemeinden ohnehin
dringender Handlungsbedarf bestehe. Mittelfristig führt innerhalb des
Gesamtkonzeptes der Seelsorge im Bistum Münster kein Weg an der Fusion beider
Gemeinden vorbei.
Fusion bedeutet, dass beide bisher selbständigen Pfarreien zu einer neuen
Pfarrgemeinde zusammengelegt werden. Eine der beiden Kirchen wird zur
Pfarrkirche, die dann auch Sitz des Pfarrbüros sein wird. Die bisherigen
Kirchenbücher werden geschlossen und neue Kirchenbücher für Taufen, Eheschließungen
und Sterbefälle geöffnet. Während die Namen der Kirchen erhalten bleiben,
erhält die neue Gemeinde auch einen neuen Namen. Dieser muss nicht zwangsläufig
ein anderer Name sein. Die Gemeinden haben in dieser Hinsicht ein
Vorschlagsrecht, entscheiden wird der Bischof. Unter anderem erhält die
fusionierte Gemeinde ein neues Siegel. Es wird nicht mehr zwei
Pfarrgemeinderäte und zwei Kirchenvorstände geben, sondern nur noch je einen.
Der Prozess der Zusammenlegung wird ein Kooperationsausschuss voranbringen, der
aus Mitgliedern der vier Gremien, Pfarrer und Pastoralreferent bestehen wird.
Die Treffen dieses Ausschusses begleitet ein Gemeindeberater vom Bistum
Münster. Dieses Gremium wird auch einen Termin für die Fusion vorschlagen.
Vermutlich wird sie im Laufe des Jahres 2010 vollzogen.
Pastor Mombauer betonte, dass es in erster Linie darauf ankomme, zu einem
neuen Miteinander beider Gemeinden zu finden. Er verwies auf zahlreiche
Beispiele bereits eingespielter Gemeinsamkeiten aus der fast 10-jährigen Geschichte
beider Gemeinden als Pfarreiengemeinschaft. Die Fusion stelle auch eine Chance
dar, neu zu überlegen, wie die Menschen in Ostbevern in Zukunft Kirche sein
wollen.
Verständlicherweise bewegt das Thema der Fusion die Gemeindemitglieder im
zahlenmäßig viel kleineren Brock stärker als die Menschen in St. Ambrosius. So
kamen zur Pfarrversammlung am 6. November etwa 55 Personen um mit Pastor
Mombauer über die Fusion zu sprechen. Viele Menschen sorgen sich, dass ein
Rückzug der Kirche aus Brock den kleinen Ort ausbluten wird. Hier machte der
Seelsorger Mut, dass mit der Fusion nichts zerschlagen werden solle, was
funktioniere und lebendig sei. Warnend machte er mit Blick auf den
Gottesdienstbesuch aber auch deutlich, dass der, der seine Kirche erhalten möchte
auch hingehen müsse.
Am 26. November treffen sich die Mitglieder des Kooperationsausschusses zum
ersten Mal, um darüber zu beraten, wie der Prozess der Fusion entwickelt werden
soll.
(Link zu Zeitungsartikeln)
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